Im Plabutschtunnel stehen in den kommenden Tagen und Wochen mehrere notwendige Wartungs- und Erneuerungsarbeiten an. Ab heute, 28. September, wird er in insgesamt vier Nächten gesperrt, jeweils zwei Nächte pro Fahrtrichtung, beginnend in Richtung Norden/Voralpenkreuz. Ausgetauscht werden CO- und Trübsichtsensoren in beiden Tunnelröhren. Diese Anlagen sind ein wesentlicher Bestandteil der Tunnelsicherheit und haben mittlerweile das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Gleichzeitig wird das Videosystem verbessert, um den aktuellen Anforderungen an Überwachung und Ereignismanagement zu entsprechen.
Die Arbeiten sind Teil des Erneuerungsprogramms „Fit für 2033“, mit dem die technische Infrastruktur des Tunnels schrittweise instandgehalten wird. Bis voraussichtlich März 2027 werden dafür weitere Sperren notwendig sein. Erneuert werden mehrere sicherheitsrelevante Ausstattungen, darunter auch Schaumlöscheinrichtungen. Hintergrund ist, dass zahlreiche bestehende Anlagen ihr vorgesehenes Nutzungsende erreicht haben und für einzelne Komponenten am Markt keine Ersatzteile mehr verfügbar sind.
Neben der Tunneltechnik erfordere laut den Asfinag-Verantwortlichen auch die Fahrbahn verstärkte Instandhaltungsmaßnahmen. Die bestehende Betondecke weist altersbedingte Schäden auf, die einen steigenden Erhaltungsaufwand verursachen. Im August kam es infolge eines Betonausbruchs zu Schäden an zwei Pkw.