WASSERSTOFF-LKW

Der erste seiner Art

Der erste seiner Art Der erste Hyzon Wasserstoff Lkw ist nun im Umfeld der Inntalautobahn in der MPreis-Filialbelieferung im Einsatz. | © MPreis / Franz Oss

Dass der erste brennstoffzellenbetriebene Wasserstoff-Lkw im österreichischen Praxiseinsatz ausgerechnet jene Filialen beliefern soll, die am Rande der Inntalautobahn – dem aktuellen Brennpunkt schlechthin im europäischen Güterverkehr – zwischen dem Firmensitz in Völs (bei Innsbruck) und Kufstein gelegen sind, hat durchaus Symbolcharakter. Befüllt wird der H2-Lkw ebenfalls in Völs: Dort hat man ja neben einer Elektrolyseanlage auch gleich eine Wasserstoff-Tankstelle errichtet (wir berichteten im Printmagazin), mit der man nach eigenen Angaben an einer Zapfsäule täglich 40 Lkw betanken könne.

„Wasserstoff-Lkw sind nicht nur effizient, sie sind auch geräuscharm unterwegs. Das wird insbesondere die Anrainer freuen, die in der Nähe eines MPreis-Lebensmittelmarktes wohnen.“

mpreis-geschäftsführerin martina dutzler

Die 19 Tonnen schwere Zugmaschine benötige nach MPreis-Angaben für einen vollen Tank ca. 39 Kilogramm Wasserstoff – vollgetankt sei sie in rund 11 Minuten. Der Verbrauch liege bei ca. 10 Kilogramm auf 100 Kilometer (Batteriereichweite ca. 60 Kilometer). Die Strecke, die das Brennstoffzellen-Fahrzeug mit einem vollen Tank zurücklegen könne, betrage also inklusive Batterie rund 450 Kilometer. „Ein Wasserstoff-Lkw reduziert die Emissionen im Vergleich zu einem herkömmlichen Diesel-Lkw um etwa 65 Tonnen CO2 pro Jahr. Die Diesel-Menge, die er einspart, beträgt ca. 25.000 Liter pro Jahr“, schildert MPreis-Projektinitiator Ewald Perwög. Zum anschaulichen Vergleich: Die derzeit noch größtenteils mit Diesel betriebene MPreis-Lkw-Flotte stoße jährlich rund 4.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr aus.

JuVe ver- und betreibt die Hyzon Fahrzeuge

Schrittweise soll der gesamte MPreis-Lkw-Fuhrpark auf Wasserstoff-Fahrzeuge umgestellt werden. Auch Solo-Lkw für die Filialbelieferung in Tirols Tälern sollen folgen. Bei MPreis setzt man dabei auf den amerikanischen Fahrzeughersteller Hyzon Motors, der die Fahrzeuge für den europäischen Markt in den Niederlanden entwickelt und produziert. Das Fahrzeug vom Typ „Hyzon Hymax 250“ wurde speziell an die Bedürfnisse von MPreis angepasst, betont man. Ewald Perwög tritt mit der „JuVe AutoMotion“ mit Sitz in Innsbruck auch als Österreich-Importeur der Hyzon-Fahrzeuge auf. Dort will man künftig als „Full-Service-Anbieter“ agieren – auch die MPreis-Fahrzeuge werden von JuVe betrieben.


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