Deutschland: „Mega-Streik“ am 27. März

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) wollen am Montag, den 27. März 2023 mit einem ganztägigen Streik den Verkehr in Deutschland weitgehend lahmlegen.

Von den Streiks werden betroffen sein:

•            Fern-, Regional- und Nahverkehr der Deutschen Bahn sowie anderer Eisenbahnunternehmen (Transdev, AKN, Osthannoversche Eisenbahnen, erixx, vlexx, eurobahn, Die Länderbahn usw.)

•            Alle deutschen Flughäfen – außer Berlin

•            Öffentlicher Nahverkehr (Busse, U-Bahnen, …) in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern

•            Binnenwasserstraßen sowie der Hamburger Hafen. Große Schiffe können den Hamburger Hafen möglicherweise nicht anlaufen, so dass mit erheblichen Verzögerungen beim Be- und Entladen der Schiffe zu rechnen ist.

Die oben genannten Maßnahmen betreffen hauptsächlich den Personenverkehr. Da jedoch zu erwarten ist, dass der Streik im öffentlichen Verkehr zu einem starken Anstieg des Verkehrsaufkommens auf den Straßen führen wird, besteht die Gefahr erheblicher Staus und Behinderungen, die sich auch auf den Straßengüterverkehr auswirken werden.

Auch Autobahnen betroffen

Die Streiks betreffen auch die Autobahn GmbH (da auch Mitarbeitende der Autobahn GmbH in der Gewerkschaft organisiert sind), die für die Verwaltung der deutschen Bundesstraßen zuständig ist. Der Streik könnte sich auf den Betrieb von Verkehrsüberwachungs- und -leitsystemen auswirken. Tunnel könnten betroffen sein und sogar für den Verkehr gesperrt werden. Die Autobahn GmbH des Bundes will jedoch Tunnel-Sperrungen vermeiden. „Insbesondere der Betriebsdienst auf den Bundesfernstraßen ist aufrechtzuerhalten. Hierzu werden Notdienstvereinbarungen geschlossen, um zum Beispiel Tunnelschließungen zu vermeiden“, teilte ein Sprecher mit. „Beide Seiten werden alles dafür tun, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.“

Da konkrete Aktionen und/oder Tunnelsperrungen erst kurzfristig zu erwarten sind, empfiehlt der BGL (Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e.V.) den Transportunternehmen, die am 27. März Fahrzeuge auf dem deutschen Verkehrsnetz einsetzen, die Verkehrsnachrichten im Radio oder Internet zu verfolgen, z.B. https://stau.info/.

Die angekündigte 57 Stunden lange Sperrung der A7 und die angekündigten Arbeiten von Freitag 24. März, 19 Uhr bis Montag, 27. März, 5 Uhr, finden statt.

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