KLARES STATEMENT

„Lkw-Bashing durch VCÖ muss aufhören“

„Lkw-Bashing durch VCÖ muss aufhören“ Tag der Transportwirtschaft am Hannersberg (von links): Burgenlands Obmann Roman Eder, Fachverbandsobmann Markus Fischer, Burgenlands Spartengeschäftsführer Bernhard Dillhof und Fachverbands-Geschäftsführer Armin Manutscheri. | © Marco Dittrich

Mit großem Besucherzuspruch ist der Tag der burgenländischen Transportwirtschaft am 9. März in der Eventlocation „Hannersberg“ im Südburgenland über die Bühne gegangen. Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Wirth machte genauso seine Aufwartung wie Fachverbandsobmann Markus Fischer. Einer der größten Kritikpunkte der burgenländischen Güterbeförderer bleiben die überbordenden Kontrollen der Exekutive, die Kontrolltage haben sich von 300 auf 750 zuletzt mehr als verdoppelt und liegen damit weit über dem Bundesschnitt. Nicht hinzunehmen seien in diesem Zusammenhang die undifferenzierte und pauschal negative Darstellung des Lkw und der dahinterstehenden Transportunternehmen durch den Verkehrsclub Österreich (VCÖ) – darüber war man sich im Rahmen der Veranstaltung einig. „Dieses Lkw-Bashing muss endlich aufhören“, fand Burgenlands Obmann Roman Eder klare Worte. „Wir sind mit 450 Betrieben und 2.300 Beschäftigten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber im Burgenland. Gerade in der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig eine funktionierende Güterversorgung ist.“

„Wir stehen zu fairen und angemessenen Lkw-Kontrollen, aber wenn derselbe Lkw wöchentlich zwei- oder dreimal kontrolliert wird, dann grenzt das an Schikane!“

Roman eder, fachgruppenobmann burgenland

Lkw-Lenker müssen alle fünf Jahre eine Schulung im Ausmaß von 35 Stunden absolvieren und seien die sichersten Verkehrsteilnehmer, so Eder weiter. In den vergangenen Jahren wurden zudem Millionen von Euro in neueste umweltfreundliche Lkw investiert. „Dass jetzt unsere Transportunternehmen mit ihren Lkw-Verkehren in Bausch und Bogen als ‚Verkehrsgefahr‘ bezeichnet werden, können wir so nicht hinnehmen“, meint Eder.

Weltfremde Forderung nach mehr Gleisanschlüssen

„Wir stehen zu fairen und angemessenen Lkw-Kontrollen, aber wenn derselbe Lkw wöchentlich zwei- oder dreimal kontrolliert wird, dann grenzt das an Schikane. Damit vernichten wir nur bestehende Transportstrukturen mit ihren Arbeitsplätzen im Burgenland und machen uns abhängig von ausländischen Transportunternehmen“, so Eder weiter.

Komplett weltfremd sei die Forderung des VCÖ nach mehr Gleisanschlüssen für Unternehmen, damit die Waren mit der Bahn transportiert werden können. „Die Schreibtischtäter des VCÖ sitzen in Wien und haben keine Ahnung über ländliche Strukturen. In vielen Teilen des Burgenlandes gibt es keine Bahnverbindungen, daher sind auch keine Anschlussbahnen möglich“, ergänzt Fachgruppengeschäftsführer Bernhard Dillhof.


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