Gemeinsam mit E.ON will MAN europaweit rund 170 Standorte mit circa 400 Ladepunkten für das öffentliche Laden von Elektro-Lkw aufbauen. Die neuen Standorte sind an strategisch ausgewählten MAN Servicestützpunkten geplant, vorwiegend in Industriegebieten mit hohem Lkw-Aufkommen oder in der Nähe von Autobahnen. Deren Layout soll speziell für das Laden von elektrischen Nutzfahrzeugen ausgelegt werden: Dazu gehört u.a. eine Durchfahrtsmöglichkeit durch die Ladebucht, so dass Lkw und Busse nicht rangieren müssen.
Um die öffentliche Zugänglichkeit unabhängig von der jeweiligen Fahrzeugmarke zu gewährleisten, sollen die Ladestationen möglichst in von den MAN Servicebetrieben getrennten Bereichen installiert werden – mit eigenen Ein- und Ausfahrten für den Ladebereich. Lkw-Fahrer sollen so tagsüber auch von der vorhandenen Infrastruktur wie sanitären Anlagen und Aufenthaltsräumen profitieren.
Im ersten Schritt werden die Standorte laut den MAN-Verantwortlichen mit jeweils mehreren 400 Kilowatt-Ladepunkten ausgestattet. Damit könne ein durchschnittlicher Elektro-Lkw in rund 45 Minuten Strom für eine Reichweite von bis zu 300 Kilometer nachladen. Eine spätere Umrüstung der Standorte auf das Megawatt-Ladesystem MCS ist vorgesehen.
Bis Ende 2025 sollen die ersten 80 Standorte des neuen Ladenetzes entstehen. Allein in Deutschland sind rund 125 Standorte geplant, auch in Österreich sind derartige Standorte vorgesehen.
