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TRANSPORTMARKT

Österreich besser als Deutschland?

Österreich besser als Deutschland? Gegenüber 2023 sind die auf Timocom angebotenen Transportkapazitäten um 32 Prozent gesunken. | © Timocom

Das Verhältnis von Frachtangeboten zu Laderaumangeboten liegt bei der Frachtenbörse Timocom nach wie vor deutlich über einem ausgeglichenen Niveau: Nach einem sehr starken Januar mit 75 Prozent Frachtanteil fiel der Wert im saisonal bedingt schwachen Februar auf 66 Prozent und lag damit über den Vorjahren. Im März stieg der Wert nur leicht darüber, blieb aber mit 68 Prozent unterhalb des Vorjahreswerts (73 Prozent). Dies ist sicher auch der Tatsache geschuldet, dass die Osterfeiertage in diesem Jahr erst Ende April liegen. Das war im vergangenen Jahr früher, weshalb auch das Ostergeschäft zeitiger anrollte, erklärt man seitens Timocom.

Europaweit gab es im ersten Quartal bei Timocom nach eigenen Angaben insgesamt 30 Prozent mehr Frachteingaben als im Jahr zuvor. In Deutschland gab es im ersten Quartal ein Plus von 17 Prozent (Januar +46%, Februar +23%, März -4%). Die deutlich erhöhte Anzahl an Frachtangeboten bei Timocom zeigt, dass Unternehmen nach wie vor stark auf den Spotmarkt setzen. Dies liege auch daran, dass zahlreiche Transportunternehmen in Zentraleuropa, gerade in Deutschland, ihren Eigenfuhrpark reduziert haben, aber ihren Verpflichtungen aus den festen Jahresverträgen nachkommen müssen, analysiert man seitens des Frachtenbörsenanbieters. Dieser Trend werde voraussichtlich anhalten, schließlich sei die Investitionsbereitschaft sehr verhalten.

Entwicklung in Österreich etwas besser als in Deutschland

Die Entwicklung der Transportnachfrage in Österreich verläuft parallel zu der in Deutschland, mit einem prozentual höheren Zuwachs, ähnlich der Konjunktur in den beiden Ländern. In Österreich wurden im ersten Quartal 2025 insgesamt 24 Prozent mehr Frachtangebote eingestellt als in Q1 2024. In den ersten beiden Monaten ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr (Januar +72%, Februar +34%), im März hingegen ein leichter Rückgang von vier Prozent gegenüber 2024. Auch hier kann das verspätete Ostergeschäft als Begründung herangezogen werden. Deutschland liegt nach wie vor ganz vorn, wenn es um die Zielländer von Sendungen aus Österreich geht, gefolgt von Italien und innerösterreichischen Transporten. Bei Frachtangeboten aus Deutschland liegen Transporte nach Österreich knapp hinter Frankreich und Polen auf Platz 3, noch vor Italien.

Ein Drittel weniger Laderaumangebote

Die Eingaben von verfügbarem Laderaum liegen im ersten Quartal zwar nur leicht unter Vorjahresniveau, gegenüber 2023 seien die Werte jedoch um 32 Prozent gesunken: „Aufgrund der hohen Nachfrage nach Frachtraum sind die Frachtführer anscheinend ausreichend ausgelastet und müssen ihre freien Kapazitäten nicht in dem Maße aktiv am Markt anbieten“, meint Gunnar Gburek, Head of Business Affairs bei Timocom. „Es gibt aber nach wie vor Relationen, auf denen der Frachtanteil weit unter 50 Prozent liegt und es schwerfällt, passende Rückladungen zu finden. Zum Beispiel gibt es deutlich weniger Transportaufträge von Rumänien nach Deutschland als andersherum.“


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