AUTONOME LKW

Allein durch Bayern

Allein durch Bayern Die erste Fahrt eines autonomen Erprobungstrucks auf der Autobahn: Der MAN-Lkw fuhr rund zehn Kilometer auf der bayerischen A9 zwischen den Anschlussstellen Allershausen und Fürholzen. | © MAN

Als einen „weiteren großen Schritt in Richtung autonomer Nutzfahrzeuge“ bezeichnete MAN-Vorstandsvorsitzender Alexander Vlaskamp die erste Level-4-Erprobungsfahrt eines autonomen Lkw auf einer deutschen Autobahn. Gemeinsam mit dem deutschen Verkehrsminister Volker Wissing absolvierte er kürzlich die rund zehn Kilometer lange Tour auf der bayerischen A9 zwischen den Anschlussstellen Allershausen und Fürholzen. „In diesem Jahr fahren wir zunächst Tests mit Prototypen auf der Autobahn. Ab 2025 folgen weitere Hub-to-Hub-Projekte, dann aber schon in typischen Kundenanwendungen“, erklärte Vlaskamp im Anschluss, „damit gehen wir den nächsten Entwicklungsschritt in Richtung Serienreife von autonomen Trucks gegen Ende des Jahrzehnts.

„In diesem Jahr fahren wir zunächst Tests mit Prototypen auf der Autobahn. Ab 2025 folgen weitere Hub-to-Hub-Projekte, dann aber schon in typischen Kundenanwendungen.“

MAN-Vorstandsvorsitzender vlaskamp

Vor allem auf den Autobahnen im Norden und Westen Münchens (A9, A8, A96) sowie auf den dazugehörigen Verbindungsautobahnen A92 und A99 werden künftig die autonomen MAN-Lkw unterwegs sein.

„Die erste Level-4-Erprobungsfahrt eines autonomen Trucks auf einer deutschen Autobahn beweist, dass Deutschland mit dem Gesetz zum autonomen Fahren die Spitzenposition in Europa eingenommen hat“, meinte Wissing, „unser Ziel ist es, zum Leitmarkt für das automatisierte und vernetzte Fahren zu werden!“

Lenkzeitpausen entfallen …

Autonome Lkw fahren immer, sind maximal effizient im Verbrauch und sicher in ihrer Steuerung, bringt man die Vorteile im speziellen für den Hub-to-Hub-Verkehr seitens MAN auf den Punkt. Lenkzeitpausen entfallen, die Fahrzeuge lassen sich damit perfekt in eng getaktete Logistikabläufe integrieren. Der effiziente Einsatz autonomer Lkw könne perspektivisch so die Gesamtbetriebskosten um zehn bis 15 Prozent reduzieren. Und: Auch den Fahrermangel könne die neue Technologie abmildern. „Zur Realisierung des autonomen Fahrens brauchen wir aber auch den engen Schulterschluss mit Infrastrukturbetreibern“, bringt es Vlaskamp auf den Punkt. Mit sogenannten kooperativen intelligenten Verkehrssystemen will man die Vernetzung und Kommunikation zwischen Autobahninfrastruktur und Fahrzeugen aktiv voranbringen, wie Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH des Bundes, erklärt. Dies sei von entscheidender Bedeutung für die Zulassung und damit die Sicherheit autonomer Fahrzeuge im Straßenverkehr.


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