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SPRITPREISBREMSE

„Guter erster Schritt“

„Guter erster Schritt“ „Nur die zusätzliche zeitlich befristete Aussetzung des CO2-Preises kann Kostenlawine verhindern“, meint Fachverbandsobmann Markus Fischer. | © Marco Dittrich

Die Spritpreisbremse der Bundesregierung wird von der Transportwirtschaft positiv aufgenommen und als erster Schritt begrüßt. „Damit handelt die Regierung schnell und auch richtig“, sagt Markus Fischer, Obmann der österreichischen Güterbeförderer. „Unsere Experten haben Mehrkosten von rund 11.400 Euro je Lkw im Jahr berechnet, durch die Maßnahme der Regierung sinkt die Mehrbelastung auf rund 9.000 Euro je Lkw, sie bleibt also noch immer schmerzhaft hoch.“ Daher könne die Steuerentlastung beim Spritpreis nur ein erster Schritt sein. „Wir bleiben bei unserer Forderung, dass der CO2-Preis – zeitlich befristet – ausgesetzt werden muss, nur so kann eine folgenreiche Kostenlawine verhindert werden“, so Fischer.

„Steuerentlastungen zur Absenkung der Logistikkosten sind immer ein Dienst an der Allgemeinheit“

FAchverbandsobmann markus fischer

Das Berechnungsmodell

Die Berechnung basiert auf einer durchschnittlichen Laufleistung eines Lkw von rund 100.000 Kilometer pro Jahr. Seit Jahresbeginn ist der Dieselpreis um rund 0,38 Euro netto je Liter gestiegen. Dies bedeutet beim Durchschnittsverbrauch von 30 Liter je 100 Kilometer, dass die Mehrkosten auf 11.400 Euro pro Lkw steigen. Die geplante Absenkung der Bundesregierung bringt eine Entlastung von etwa 2.500 Euro je Lkw, die durchschnittlichen Mehrkosten betragen daher immer noch 8.900 Euro. Diese Berechnungen haben zur Annahme, dass der Dieselpreis auf dem gegenwärtigen Niveau verbleibt.

Dienst an der Allgemeinheit

„Unsere Transportunternehmen stehen landesweit unter Druck. Die Rahmenbedingungen sind hart, die Kostensteigerungen in den Bereichen Maut, Personal und Energie verunmöglichen es vielen Betrieben, positiv zu wirtschaften“, erklärt Markus Fischer weiter. Es werde zu oft vergessen, dass jede Kostensteigerung beim Transport am Ende immer bei allen Konsumentinnen und Konsumenten landet: „Daher sind Steuerentlastungen zur Absenkung der Logistikkosten immer ein Dienst an der Allgemeinheit und ein wirksames Mittel zur Inflationsbekämpfung“, verweist Fischer auf die umfangreichen Folgen hoher Spritpreise.

Hier finden Sie auch einen aktuellen ORF-Beitrag zu dem Thema.

Italien will Spritpreise um 25 Cent senken

Wie es gehen könnte, zeigt Italien vor: Laut einem Artikel im Kurier werden durch ein Regierungsdekret die Steuern auf Benzin und Diesel drastisch gesenkt. Die Preise würden dadurch umgehend „um 25 Cent pro Liter für alle“ fallen, erklärte Regierungschefin Giorgia Meloni. Zusätzlich sollen Speditionen durch Steuergutschriften entlastet werden.


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