Mercedes-Benz hat sein Servotwin-Lenksystem überarbeitet. Es basiert auf einer Zweikreis-Lenkung mit getrennter hydraulischer und elektrischer Energieversorgung und soll folgende Vorteile bieten:
- Die Lenkpräzision wurde nochmals verbessert – besonders bei höheren Geschwindigkeiten soll das für ein spürbar ruhigeres und sichereres Fahrverhalten sorgen. Gleichzeitig lasse sich das Lenkmoment jetzt noch feiner dosieren, was die Fahrzeugkontrolle in allen Fahrsituationen weiter steigern soll.
- Ein aktiver Lenkradrücklauf bringt das Lenkrad nach Kurvenfahrten automatisch in die Mittelstellung zurück.
- Zusatzfunktion: Über das Fahrerinstrument kann der Fahrer zwischen drei Modi wählen, die sich bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h in ihrer Lenkkraftunterstützung und im aktiven Rücklaufverhalten unterscheiden. So lässt sich das Lenkverhalten individuell anpassen.
- Auch der Geradeauslauf wurde gezielt verbessert. Das Fahrzeug bleibe bei höherem Tempo stabiler in der Spur und reagiere weniger empfindlich auf Spurrillen, versichern die Mercedes-Entwickler.
- Das Manövrieren im Stand gestalte sich nun besonders komfortabel: Durch die Kombination aus hydraulischer Servounterstützung und einem integrierten Elektromotor lasse sich das Fahrzeug auch bei geringer Geschwindigkeit oder im Stillstand mit minimalem Kraftaufwand lenken.
- Die spielfreie Mittelstellung der Lenkung sorgt laut den Mercedes-Verantwortlichen für ein direktes, kontrolliertes Lenkgefühl. Das Steuergerät passt die Lenkkraftunterstützung automatisch an die Fahrsituation an, wodurch sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Geschwindigkeiten ein sehr gutes Lenkverhalten gewährleistet sei.
- Durch den Wegfall der bisher notwendigen Pufferbatterie entfallen nicht nur deren Wartungskosten, sondern auch der turnusmäßige Austausch, der bislang etwa alle drei Jahre erforderlich war, betont man seitens Mercedes-Benz abschließend. Damit einher gehe auch eine entsprechende Gewichtseinsparung des Gesamtsystems im Vergleich zum Vorgänger.
