AUTONOMES FAHREN

Mit Europas Talenten

Mit Europas Talenten Ein Freightliner Cascadia Test-Truck vor dem Bürogebäude von Torc Europe in Untertürkheim. | © Daimler Truck

Daimler Truck hat ja schon vor geraumer Zeit sein Ziel definiert, innerhalb dieses Jahrzehnts autonome Lkw für den Fernverkehr zu entwickeln und auf die Straße zu bringen. Dieses Vorhaben wird nun durch ein Technologie- und Softwareentwicklungszentrum unterstrichen, das quasi vor der Haustür der Daimler Truck Zentrale in Leinfelden-Echterdingen (Stuttgart) entstanden ist. Und: Eine wichtige Rolle spielt dabei europäisches Know-how: Softwareingenieure, Softwarearchitekten und Datenwissenschaftler in den Bereichen System, Sicherheit, Validierung und Produktentwicklung werden gesucht. Man erschließt sich mit diesem Schritt den Talentpool an Software- und Entwicklungsingenieuren in einer der führenden Automobilregionen Deutschlands. Das Team in Stuttgart soll die laufende Entwicklung der Fahrsoftware für den Einsatz in autonomen Lkw in den USA unterstützen – dort treibt man bereits unter Hochdruck Entwicklung und Erprobung voran: Auf den Highways rund um das Testzentrum in Albuquerque, New Mexico, finden derzeit täglich Mehrschichtfahrten mit autonomen Test-Lkw statt.

Einen hohen Nutzen ziehen die Daimler-Ingenieure von Torc Robotics, einem zu Beginn der „autonomen Revolution“ 2005 entstandenen Unternehmen mit Hauptsitz in Blacksburg/Virginia, das man 2019 mehrheitlich übernahm und dem man eine führende Rolle bei der Entwicklung von SAE Level 4 autonomer Fahrsoftware für Fernverkehrs-Lkw zuschreibt. „Torc arbeitet eng mit Daimler Truck zusammen, um das gesamte Produkt, einschließlich der Software, das heißt des ,virtuellen Fahrers‘, der Sensorik- und Computerhardware sowie des redundanten Lkw zu optimieren“, so Torc-Gründer und CEO Michael Fleming. Sein klares Ziel: Als erstes Unternehmen ein skalierbares und profitables Produkt für autonome Lkw auf den Markt zu bringen.


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