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DAIMLER TRUCK / VOLVO GROUP

Software-Revolution im Lkw?

Software-Revolution im Lkw? Daimler Truck CEO Karin Rådström mit Martin Lundstedt (Präsident und CEO der Volvo Group, links) und Johan Lundén (CEO von Coretura). | © Marko Vesterinen

Anfang Juni hat „Coretura“, ein Joint Venture zur Gestaltung der digitalen Zukunft von Nutzfahrzeugen (wir berichteten), in Göteborg seinen Betrieb aufgenommen. Das Gemeinschaftsunternehmen von Daimler Truck und der Volvo Group verfolgt das Ziel, die Nutzfahrzeugindustrie durch eine neue softwaredefinierte Fahrzeugplattform zu transformieren und einen neuen Industriestandard zu setzen. Die ersten Produkte sollen bis Ende dieses Jahrzehnts in Fahrzeugen verbaut sein. „Mit Coretura setzen wir einen klaren strategischen Fokus auf die Softwareentwicklung für Nutzfahrzeuge. Dies ist ein großer und wirklich spannender Schritt – nicht nur für uns, sondern für die gesamte Branche und unsere Kunden“, sagt Daimler Truck CEO Karin Rådström.

Martin Lundstedt, Präsident und CEO der Volvo Group, ergänzt: „Durch den Einsatz modernster Technologie und kollaborativer Innovation schaffen wir die Grundlage für eine neue Ära der Konnektivität und Effizienz in der Branche.“

Vierköpfiges Führungsteam

Die zunächst 50 Mitarbeiter von Coretura werden von einem vierköpfigen Führungsteam geleitet, das sich aus je zwei Mitgliedern der beiden Anteilseigner zusammensetzt. Johan Lundén, zuvor bei der Volvo Group für die strategische Produktplanung sowie das strategische Projekt- und Innovationsmanagement verantwortlich, wurde zum CEO ernannt. Gemeinsames Ziel: eine standardisierte und offene softwaredefinierte Fahrzeugplattform und ein dediziertes Betriebssystem für Nutzfahrzeuge zu entwickeln.

Zu den Aktivitäten von Coretura sollen auch die Spezifikation und Beschaffung zentralisierter Hochleistungssteuergeräte für Nutzfahrzeuge, die große Datenmengen verarbeiten können, zählen. Dies soll die zukünftige Entkopplung von Software- und Hardware-Entwicklungszyklen schaffen und damit dem Endkunden ermöglichen, digitale Anwendungen drahtlos „over the air“ zu erwerben und kontinuierlich zu aktualisieren, was letztlich Sicherheit, Effizienz und Nutzererlebnis verbessern soll.

Daimler Truck und die Volvo Group betonen übrigens explizit, Wettbewerber zu bleiben und weiterhin auf ein komplett eigenständiges Produkt- und Dienstleistungsangebot zu setzen, einschließlich der jeweiligen digitalen Lösungen.


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