Für Österreichs Transportunternehmen ist die Kostensituation nach wie vor extrem angespannt. Der Dieselpreis hat sich zuletzt auf einem hohen und für die Betriebe massiv belastenden Niveau festgesetzt. Mit dem Auslaufen der Spritpreisbremse droht nun erneut ein Kostensprung.
Kosten müssen weitergegeben werden
Besonders kritisch ist, dass derartige Preissteigerungen in den wenigsten Fällen sofort an die Auftraggeber weitergegeben werden können. Die Folge: Transportunternehmen müssen die Mehrkosten zunächst meist selbst tragen, oft über Wochen oder Monate, bis Nachverhandlungen abgeschlossen sind oder Preisgleitklauseln greifen.
Gleichzeitig ist klar: Diese Kosten können nicht dauerhaft von den Transporteuren getragen werden. Sie müssen zwangsläufig weitergegeben werden – und landen letztlich bei den Konsumenten. Steigende Transportkosten schlagen sich direkt in höheren Preisen für Waren und Dienstleistungen nieder und wirken damit inflationsbeschleunigend.
„Wenn die Kosten schlagartig steigen, gefährdet das nicht nur Betriebe, sondern auch die stabile und leistbare Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung.“
FACHVERBANDSOBMANN MARKUS FISCHER
„Die Preise sind bereits extrem hoch. Wenn preisdämpfende Maßnahmen ersatzlos wegfallen, trifft das die Betriebe schlagartig und mit voller Wucht“, betont Markus Fischer, Obmann des Fachverbands Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Die Kosten würden von einem Tag auf den anderen massiv steigen – und dies in einer Branche, die das Rückgrat für die Versorgung in Österreich darstellt. „Ohne Lkw keine Versorgung. Wenn die Kosten schlagartig steigen, gefährdet das nicht nur Betriebe, sondern auch die stabile und leistbare Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung“, warnt Fischer.
Der Fachverband Güterbeförderung fordert daher die Einführung eines Gewerbediesels als preisdämpfende Maßnahme. Darunter fallen die Reduktion der Mineralölsteuer (MÖSt) auf Dieselkraftstoff sowie die Aussetzung des CO₂-Preises für gewerblich getankten Diesel. Schließlich gehe es auch um die verlässliche Versorgung Österreichs.
