Bei der konstituierenden Fachverbandsausschusssitzung am 11. Juni wurde von den anwesenden Funktionären für derartige Maßnahmen grünes Licht erteilt. „Die Verkehrswirtschaft ist an der Belastungsgrenze. Das zeigen die konjunkturellen Daten ebenso wie die monetären Fakten. Denn obwohl viele Unternehmen derzeit weniger erwirtschaften, sind sie mit enormen Kostensteigerungen konfrontiert“, präzisierte Verkehrs-Bundesspartenobmann Alexander Klacska in einem Pressegespräch am 16. Juni. Die von der Bundesregierung in den Raum gestellte weitere Erhöhung der Lkw-Maut um 10 bis 13 Prozent ist für ihn und Fachverbandsobmann Markus Fischer untragbar. „Das können wir uns nicht gefallen lassen“, fand Fischer bei der konstituierenden Sitzung des Fachverbands, bei der er genauso wie seine Stellvertreter Michael Zimmermann und Roman Eder einstimmig bestätigt wurden, deutliche Worte.
„Transportleistung ist bald schon ähnlich besteuert wie das Rauchen. Hier weiter an der Belastungsschraube zu drehen, wäre grob fahrlässig.“
Bundesspartenobmann Alexander klacska
Österreich hat bekanntlich bereits jetzt EU-weit die höchste fahrleistungsabhängige Maut. Selbst Deutschland, wo es im Vorjahr eine massive Erhöhung gab, ist nach wie vor günstiger als Österreich. Das beschere der Asfinag gute Einnahmen: „Die Umsatzrentabilität der Asfinag liegt stets zwischen 25 und 30 Prozent. Transportunternehmen kommen hingegen gerade mal auf zwei Prozent und wenn es mal sehr gut läuft, dann vielleicht auf fünf Prozent“, rechnet Klacska vor. Von den Einnahmen der Asfinag profitiere nicht nur die Straßeninfrastruktur, die in Österreich sehr gut sei, sondern auch der Staat: In den vergangenen 14 Jahren sind fast 5,4 Milliarden an Ertragssteuern und Dividenden an den Staat abgeflossen. Aktuell sind es rund 500 Millionen Euro pro Jahr. Ein Teil davon lässt sich der Staat ja bekanntlich als Dividende auszahlen, zuletzt in Höhe von 255 Millionen Euro.
