Steyr 480

Baujahr 1958
Steyr 480 FESCHE FRONT Stimmiger Auftritt des 1958 gebauten Steyr 480.

Die Freude am Erhalten

Bei Familie Pendl aus der Oststeiermark ist die Liebe zu historischen Kraftfahrzeugen generationenübergreifend. Der Vater des aktuellen Firmenchefs pflegt unter anderem einen Steyr 480.

Über die vielfältige Sammlung historischer Motorräder (insgesamt 22 Stück) von Herbert Pendl junior haben wir in unserer August-Ausgabe berichtet. Sein gleichnamiger Vater hat sich dagegen der Bewahrung von Oldtimer-Lastautos und –Traktoren verschrieben. Ein Traktor (280a, Baujahr 1953) und ein Lkw (480, Baujahr 1958) teilen sich nicht nur das über viele Jahre ruhmreiche Steyr-Logo, sondern werden auch vom gleichen Motor angetrieben – dem WD 413c.

Dieses aus dem 380er weiterentwickelte Viertakt-Saugdieselaggregat mit vier Zylindern in Reihe leistet 95 PS. Sein Hubraum beträgt 5,3 Liter, die Zylinder haben nasse Laufbuchsen und einzeln abnehmbare Zylinderköpfe. Die Antriebskraft wird über eine hydraulisch betätigte Einscheibentrockenkupplung auf ein Fünfganggetriebe mit Klauenschaltung übertragen. Über eine zweiteilige Gelenkwelle (und ein zusätzliches Zwischengetriebe auf Wunsch) wird das Drehmoment an die Hinterachse geleitet.

Bewährte Baureihe

Seine Premiere feierte der Steyr 480 im Jahr 1957 als verstärkte Ausführung des Steyr 380. Das Führerhaus war neu gestaltet worden und zeigte speziell am Kühlergrill mehr Chromzierrat. Bereits ein Jahr zuvor erschien der erste 480er als Frontlenker-Omnibus. Vielfach war der 480 als Feuerwehrauto oder Bier-Lkw im Einsatz, und blieb bis zum Produktionsende 1969 unverändert. Auch das Österreichische Bundesheer schaffte die Baureihe an. Es gab die Typen 480 (Normalausführung), 480f (Großraum-Lkw), 480k (Kipper), 480g (Sattelzugmaschine) und 480u (Langrahmen-Fahrgestell). 1961 erschien der verstärkte 480z mit einer Nutzlast von sechs Tonnen.

Gelegentliche Ausfahrten

Themen wie Nutzlast oder militärische Einsätze spielen im automobilen Leben des Steyr 480 von Herbert Pendl keine Rolle. Sein Besitzer hat den Zweiachser in einen sehr ansprechenden  Gesamtzustand mit vielen zeitgenössischen Details gebracht und genießt gelegentliche Ausfahrten in der näheren Umgebung mit diesem Klassiker der heimischen Nutzfahrzeuggeschichte.

AWD


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