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Steyr 480

Baujahr 1965
Steyr 480 RARITÄT Ein 480er als Sattelzugmaschine ist ein seltener Gast auf unseren Straßen.

„Je seltener, desto besser!“

Rupert Eder aus dem Pinzgau liebt bei seiner Oldtimer-Sammlung die Herausforderung. So verwandelte er einen Steyr 480 mit Lang-Chassis zu einer Sattelzugmaschine..

Über die vielfältige Sammlung historischer Nutzfahrzeuge von Rupert Eder aus Maria Alm (Bezirk Zell am See) wurde bereits des Öfteren in österreichischen und deutschen Fachzeitschriften berichtet. Fein säuberlich eingerahmt hängen die Artikel im Stiegenhaus des schmucken Wohngebäudes, das bis vor kurzem auch der Firmensitz seines Transportunternehmens war – seit März dieses Jahres ist der 62-jährige Pinzgauer im wohlverdienten Ruhestand.

Fad wird dem mittlerweile achtfachen Großvater dabei sicher nicht. Neben einer Vorliebe für Western-Filme mit John Wayne ist der große Formel 1-Fan (in seinem Büro findet man neben nahezu allen Jahrgängen der „Grand Prix Story“ von ORF-Reporter-Legende Heinz Prüller unter anderem auch ein tolles Modell des sechsrädrigen Tyrrell P34) vor allem ein engagiertes Mitglied der heimischen Oldtimer-Lkw-Szene. Aktuell besitzt er sieben historische Lastautos der Marken ÖAF, Saurer, Steyr und Peterbilt.

Herausforderungen suchen

Jüngster – und fast fertiger – Neuzugang in der Kollektion ist ein Steyr 480 (Baujahr 1965), den er gemeinsam mit seinem Mechaniker Johann Gruber von einem „Typ 480 zu“ („Langrahmen-Fahrgestell“) in eine Sattelzugmaschine („Typ 480 zg“) umgebaut hat. „In seinem ersten Leben wurde der Steyr mit Pritschenaufbau im Wiener Raum für Kaffee-Auslieferungen eingesetzt“, erläutert Rupert Eder. Er hat das Auto mit massivem Flex-Einsatz in eine – viel seltenere – Sattelzugmaschine verwandelt: „Mich hat die Herausforderung gereizt, ob wir es hinbringen.“ Nach unserem Lokalaugenschein lässt sich nur sagen: Übung gelungen!

STILVOLL Hinweis auf Marke und Motorenprinzip am Heck des 480.
GUTER TYP Modellbezeichnung 480 im Steyr-Logo
KUNDIG Rupert Eder beschäftigt sich leidenschaftlich mit historischen Nutzfahrzeugen.
MODIFIZIERT Das Langrahmen-Fahrgestell in seiner ursprünglichen Form mit einem Radstand von 4700 mm wurde auf einen Radstand von 3260 mm gekürzt.
GUTES TEAM Rupert Eder (links) wird bei seinen Oldtimer-Projekten seit vielen Jahren von Johann Gruber unterstützt.

Gemütliche Ausfahrten

Neben der Teilnahme an den einschlägigen Oldtimer-Treffen in Österreich schätzt Rupert Eder besonders derartige Veranstaltungen in unserem Nachbarland Italien: „Die Zuschauer sind dort noch interessierter an historischen Nuzufahrzeugen.“ Vorteil seines neuen Lebensabschnitts: „Jetzt in der Pension habe ich mehr Zeit und werde An- und Abreise deutlich gemütlicher angehen.“

STEYR 480

STEYR 480. Die Modelle der Steyr-Baureihe 480 wurden im Zeitraum von 1957 bis 1969 gebaut. Äußerlich unterschied sich der 480er vom Vorgänger-Modell 380 durch die verkleideten Scheinwerfer und das verchromte Steyr-Emblem auf dem Kühlergrill mit der Ziffernfolge „480“ in der Mitte. Weiteres Erkennungsmerkmal waren die Zusatz-Blattfedern an der Hinterachse. Laut zeitgenössischem Prospekt gab es zumindest elf verschiedene Fahrgestell- und Aufbau-Varianten. Neben dem „Standard-LKW“ reichten diese vom „Großraum-LKW“ (Typ 480 f) bis zum „Langrahmen-Fahrgestell“ (Typ 480 zu). Auch im Rahmen der heimischen Landesverteidigung spielte das Fahrzeug eine wichtige Rolle: Für viele Jahre war der Steyr 480 der Standard-Versorgungs-Lkw des Bundesheeres.

AWD


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