Seit Jahresbeginn ist der Dieselpreis von 1,5 Euro auf derzeit etwa 2 Euro gestiegen – also um rund 40 Prozent innerhalb weniger Monate. Ein durchschnittliches Fahrzeug der Klasse Euro 6 mit einer Jahresfahrleistung von 100.000 Kilometer und einem Verbrauch von 30 Liter auf 100 Kilometern verbuche also allein durch den gestiegenen Dieselpreis Mehrkosten von rund 18.510 Euro pro Fahrzeug und Jahr, rechnete Fachverbandsobmann Markus Fischer im Rahmen des Tages der niederösterreichischen Transporteure vor. Zusätzlich betragen durch die gestiegenen Mauttarife die Mehrkosten seit 1. Jänner 2026 rund 4.092 Euro pro Lkw und Jahr.
„So bleiben langfristige Kalkulationen möglich“
Der international anerkannte Institutsvorstand für Transportwirtschaft und Logistik an der WU Wien, Keynote-Speaker Sebastian Kummer, empfahl den Transporteuren Dieselfloater, um die Risiken zu minimieren. Der Dieselfloater ist ein variables Preismodell, das die Kosten für Dieselkraftstoff an die aktuelle Marktentwicklung anpasst. Es dient dazu, hohe Schwankungen der Treibstoffpreise auszugleichen und das finanzielle Risiko bei steigenden Preisen dadurch zu minimieren, dass es fair und transparent in die Frachtverträge integriert wird. So bleiben langfristige Kalkulationen für Transportleistungen trotz volatiler Energiepreise möglich. „Der Iran-Krieg mit seinen Dieselkostensteigerungen war ein unvorhersehbares Ereignis. Idealerweise haben Sie Dieselfloater, die greifen – wenn nicht, verhandeln Sie unbedingt nach und vereinbaren Sie Dieselfloater für die Zukunft“, so Kummers deutlicher Appell.
