LADENETZ-AUSBAU

Route 66 bald elektrisch?

Route 66 bald elektrisch? Der Freightliner eCascadia soll spätestens 2023 in Produktion gehen. Jetzt kümmert man sich bei Daimler auch um die Ladeinfrastruktur. | © Daimler Truck

Gemeinsam mit den auf elektrische Infrastruktur bzw. erneuerbare Energien spezialisierten Investoren NextEra und BlackRock will Daimler Truck ab 2023 ein leistungsstarkes Ladeinfrastruktur-Netz für batterieelektrische und Brennstoffzellen-betriebene Nutzfahrzeuge in den USA aufbauen und betreiben. Eine Absichtserklärung wurde unterzeichnet, 580 Millionen Euro werden dazu zu gleichen Teilen von den drei Unternehmen bereitgestellt. „Ob in den USA oder in Europa – solche Kooperationen sind unerlässlich, um erfolgreich dem dringenden Bedarf an emissionsfreien Fahrzeugen zu begegnen“, sagt Daimler Truck Vorstandsvorsitzender Martin Daum.

Im Bereich der Infrastruktur für elektrisches Laden oder bei Wasserstoff-Tankstellen entlang wichtiger Transportachsen arbeitet Daimler Truck mit Shell, BP und Total Energies zusammen. Die Partnerschaften mit Siemens Smart Infrastructure, ENGIE und EV Box Group sowie PowerElectronics beim batterieelektrischen Laden tragen dazu bei, eine wirtschaftliche Nutzung von im Fahrbetrieb CO2-neutralen Lkw zu ermöglichen. Wir berichteten ja bereits über das geplante Joint Venture mit Traton und Volvo für ein europäisches Hochleistungs-Ladenetz.

Entlang der Ost- und Westküste

Die Unternehmen planen, bis 2026 ein Netz von Ladestationen an wichtigen Frachtrouten entlang der Ost- und Westküste sowie in Texas zu errichten. Hierbei gilt es, sowohl bestehende Infrastrukturen und Einrichtungen weiter zu nutzen als auch zusätzliche neue Standorte zu schaffen, um die erwartete Kundennachfrage zu erfüllen. Der Schwerpunkt soll zunächst auf Ladestationen für batterieelektrische mittelschwere und schwere Nutzfahrzeugen liegen, gefolgt von Wasserstofftankstellen für Brennstoffzellen-Lkw. Die Standorte sollen auch leichten Nutzfahrzeugen zur Verfügung stehen.

Das vorgesehene Joint Venture profitiert von den Erfahrungen und Kenntnissen seiner Gründungsmitglieder. Daimler will die Produktion der batterieelektrischen Freightliner-Modelle eCascadia und eM2 2022/23 starten und hat in Zusammenarbeit mit dem lokalen Energieversorgungsunternehmen Portland General Electric (PGE) in Portland (Oregon), die erste öffentliche Ladestation für Nutzfahrzeuge in den USA eröffnet. NextEra Energy Resources ist ein bedeutender Investor im Bereich der elektrischen Infrastruktur und verfügt über Erfahrung in der Optimierung von erneuerbaren Energien und Netzintegration. BlackRock Renewable Power betreibt eine der weltweit größten Investmentplattformen für erneuerbare Energien. Die Global Renewable Power Group von BlackRock ist bestrebt, weltweit in das gesamte Spektrum der erneuerbaren Energien sowie die Energiewende unterstützenden Infrastrukturen zu investieren. Die Gruppe ist dabei mit über 9,5 Mrd. USD engagiert und investiert in über 350 Wind- und Solarprojekte in 15 Ländern und auf fünf Kontinenten.


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