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TIROL: SEKTORALES FAHRVERBOT

Überhaupt noch zeitgemäß?

Überhaupt noch zeitgemäß? Rola Wörgl–Brenner für 10 Tage gesperrt – zwischenzeitliche Aufstockung der Verbindung Wörgl–Trient ist für Tirols Fachgruppenobmann Ulf Schmid keine Alternative. | © WK Tirol/Die Fotografen

Aufgrund umfangreicher Bauarbeiten an der Schieneninfrastruktur und am Terminal Brennersee muss die Rollende Landstraße (Rola) Wörgl–Brennersee von 19. bis 29. August 2022 für 10 Tage komplett gesperrt werden. Für diesen Zeitraum fordert der Obmann der Tiroler Transporteure, Ulf Schmid, eine Aussetzung des sektoralen Fahrverbots.

„Die Grenzwerte sind deutlich unterschritten, daher ist eine Einschränkung des Lkw-Verkehrs auf IG-L-Basis nicht mehr zulässig!“

ulf schmid, obmann der tiroler transporteure

„Die Tiroler Landesregierung hat zugesichert, dass Güter, die nicht per Lkw über die Inntalautobahn transportiert werden dürfen – z.B. Stahl oder Getreide – auf die Rola verlagert werden können. Das bedeutet im Umkehrschluss, das sektorale Fahrverbot ist auszusetzen, wenn die Nutzung der Rollende Landstraße aufgrund von Bauarbeiten nicht möglich ist“, so Schmid zur rechtlichen Lage. Er betont, dass das Angebot, die Rola Wörgl–Trient zwischenzeitlich aufzustocken, den Wegfall der innertiroler Verbindungen nicht ersetzen kann: „Die Trassenverfügbarkeit auf der Südrampe ist bekanntermaßen beschränkt und am Terminal Interporto in Trient fehlen die Verladekapazitäten für zusätzliche Abfertigungen.“

Darüber hinaus regt der Branchensprecher an, eine Diskussion darüber zu führen, ob das sektorale Fahrverbot überhaupt noch eine Deckung im österreichischen Rechtsrahmen findet. „Die Grenzwerte für die Schadstoffbelastung am gesamten Korridor zwischen Kufstein und dem Brenner sind deutlich unterschritten, daher ist eine Einschränkung des Lkw-Verkehrs auf Grundlage des Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L) nicht mehr zulässig“, konstatiert Ulf Schmid abschließend.


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